Es können mehrere Pascal-Anweisungen in einer Zeile notiert
werden.
Im Interesse der Programmkesbarkeit sollte nur sparsam von dieser
Möglichkeit Gebrauch gemacht werden.
Als Separator zwischen verschiedenen Pascal-Anweisungen dient das
Semikolon.
Bemerkung:
Im Gegensatz zu anderen Sprachen, in denen das Semikolon einen
Befehl abschließt, gilt das Semikolon in Pascal nur als Separator.
In Situationen, in denen sich aus dem Kontext ergibt, daß ein
Befehl zu Ende ist, kann das Semikolon entfallen.
Dies trifft z.B. auf die Anweisung unmittelbar vor einem END zu.
In dieser Situation kann das Semikolon wahlweise notiert werden.
Beispiel:
IF x > 0 THEN y := 1/x ELSE BEGIN y := 0; err := TRUE END; IF x > 0 THEN y := 1/x ELSE BEGIN y := 0; err := TRUE; END;sind gleichermaßen zulässig.
Pascal-Anweisungen können über verschiedene Zeilen hinweg notiert werden, ohne daß die Fortsetzung der Anweisung speziell markiert werden müßte.
Beispiel:
IF x > 0 THEN
y := 1/x
ELSE BEGIN
y := 0; err := TRUE;
END;
Im Interesse der Lesbarkeit ist diese Variante der obigen, platzsparenderen
unbedingt vorzuziehen.
Die Länge einer Quelltext-Zeile kann - abhängig vom verwendeten
Pascal-System - begrenzt sein.
Für Delphi gilt: 127 Zeichen.
Eine Begrenzung auf 80 Zeichen pro Zeile ist sinnvoll, da dies eine gute Lesbarkeit auf (fast) allen üblichen Ausgabegeräten sichert.
Pascal verfügt über eine Reihe von reservierten Worten (Wortsymbole).
Für die Bildung von Namen gelten Restriktionen hinsichtlich der zu verwendenden Zeichen und der Länge. Reservierte Worte dürfen nicht als Namen verwendet werden.
Pascal unterscheidet nur in Literalen (Zeichen, Zeichenketten) Groß-
und Kleinschreibung. Bei Namen und bei reservierten Worten spielt
Groß- und Kleinschreibung keine Rolle.
Hierin unterscheidet sich Pascal von Sprachen wie Modula oder C.
Beispiel:
VAR X; var x; VAR x; vAr x;erzielen jeweils die gleiche Wirkung.
Das Leerzeichen (und der Tabulator) trennt innerhalb einer Pascal-Anweisung
Wortsymbole, Namen, Literale und Operatoren voneinander.
Die Anzahl der Leerzeichen spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.
Es ist sinnvoll beim Notieren von Pascal-Anweisungen bestimmten
Konventionen zu folgen.
Solche Konventionen könnten zum Beispiel sein:
BEGIN
anweisungen
END
REPEAT
x := x / 2;
UNTIL ( x > 1 );
Wichtig ist, daß innerhalb von größeren Projekten eine Konvention konsequent angewendet wird.