Programmiersprache Pascal
Grundelemente der strukturierten Programmierung
Ziel der strukturierten Programmierung ist es, Algorithmen so darzustellen,
daß ihr Ablauf einfach zu erfassen und zu verändern ist.
Die Grundkonzepte der strukturierten Programmierung wurden beginnend mit dem
Ende der sechziger Jahre entwickelt und lassen sich mit folgenden Stichworten
charakterisieren:
- Bildung von logischen Programmeinheiten
- hierarchische Programmorganisation
- Definition einer zentralen Programmsteuerung
- Beschränkung der Ablaufsteuerung
- Beschränkung der Datenverfügbarkeit
Jeder beliebige Algorithmus kann unter ausschließlicher Verwendung der
folgenden Grundbausteine (Strukturblöcke) der strukturierten
Programmierung umgesetzt werden:
- Sequenz
- Verzweigung
- unvollständige Alternative
- vollständige Alternative
- Mehrfachverzweigung
- Fallauswahl
- Iteration
- Abweisschleife
- Nichtabweisschleife
- verallgemeinerter Zyklus
Die strukturierte Programmierung bedient sich im allgemeinen folgender
Darstellungsmittel, die sich gegenseitig ergänzen können:
Vorgegangen wird nach folgenden Prinzipien:
-
Der Steuerungsfluß wird auf die Grundelemente zurückgeführt
und konsequent von oben nach unten dargestellt. Explizite
Rücksprünge im Steuerungsfluß sind nicht erlaubt.
-
Komplexe Aktionen werden schrittweise verfeinert.
-
Ein Grundelement kann beliebige weitere Grundelemente einschließen.
Für die Arbeit mit Struktogrammen gilt folgende Orientierung:
-
Für die Darstellung der Abläufe in Unterprogrammen werden jeweils
eigene Struktogramme angefertigt.
-
Ein Struktogramm sollte eine bestimmte Komplexität nicht
überschreiten, um überschaubar zu bleiben.
Als Orientierungspunkt kann genommen werden, daß der Mensch nicht mehr
als fünf bis neun verschiedene Informationen gleichzeitig erfassen kann.
P. Böhme, 06.09.1996