Programmiersprache Pascal
Verwendete Pascal-Systeme
In dem vorliegenden Material wird auf einige Pascal-Systeme eingegangen,
die zur praktischen Erprobung zur Verfügung standen bzw. über
die Informationsmaterial zur Verfügung stand.
Dabei handelt es sich um
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Turbo Pascal
Turbo Pascal wurde von der Firma
Borland entwickelt und spielt seit vielen Jahren auf dem PC-Sektor
eine wichtige Rolle.
Die aktuelle Version 7.0 ist in der Lage, unter DOS lauffähige
Programme zu erzeugen.
Turbo Pascal ist nicht zuletzt durch seine komfortable integrierte
Entwicklungsumgebung bekannt geworden.
Der Sprachumfang ist an Standard Pascal orientiert, zeichnet sich jedoch
durch zahlreiche Erweiterungen und einige Abweichungen vom Standard
aus.
Zu beachten ist, daß sich Turbo Pascal seit der Version 1.0 im
angebotenen Leistungsspektrum (Sprachumfang, vordefinierte Funktionen
und Prozeduren) bedeutend entwickelt hat.
Die frühen Versionen lehnen sich teilweise an UCSD Pascal an.
Turbo Pascal ist - im Gegensatz zu Standard Pascal - für den Einsatz
zur Systemprogrammierung unter DOS geeignet.
Anwendungen mit Komponenten aus mehreren Programmiersprachen sind mit
Turbo Pascal nur eingeschränkt möglich.
"Typische" Turbo Pascal Programme sind - vor allem außerhalb des PC -
unter anderen Pascal-Systemen oft nur nach zum Teil erheblichen
Änderungen lauffähig. Wegen des Bekanntheitsgrades von Turbo
Pascal gibt es jedoch für eine Reihe von Plattformen Hilfsmittel
für die Umsetzung von Turbo Pascal Programmen.
Mit einigem Recht kann Turbo Pascal als eine eigene Sprache angesehen
werden, die mit Pascal verwandt ist.
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Delphi
Entwicklungssystem der Firma Borland
für Programme, die unter verschiedenen Versionen von
Microsoft Windows lauffähig
sind.
Der als Object Pascal bezeichnete Sprachumfang ist eine Erweiterung des
Sprachumfangs von Turbo Pascal. Die Portabilität der in dieser
Version geschriebenen Programme ist ähnlich eingeschränkt
wie die von Turbo Pascal Programmen.
Nicht alle Turbo Pascal Programme sind ohne weiteres unter Delphi
lauffähig.
Borlands Object Pascal unterscheidet sich sowohl von dem früher bei
Apple entwickelten Object Pascal als
auch von dem ANSI Entwurfsdokument.
Anwendungen mit Komponenten aus mehreren Programmiersprachen sind mit
Delphi realisierbar.
Für die effektive Entwicklung von Windows Programmen bietet Delphi
gute Voraussetzungen.
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XL Pascal
Von der IBM für Workstation
RS/6000 unter AIX gelieferte Pascal-Version.
Der Sprachumfang ist an Standard Pascal orientiert. Es gibt jedoch
zahlreiche Erweiterungen, von denen einige, aber bei weitem nicht alle,
konform gehen mit Extended Pascal.
XL Pascal Programme können relativ gut auf andere Systemplattformen
der IBM, so z.B. auf Mainframes, übertragen werden.
Anwendungen mit Komponenten aus mehreren Programmiersprachen sind mit
XL Pascal realisierbar.
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Pascal++
In Dänemark entwickeltes System, bei dem ein Compiler p-Code
erzeugt, der dann interpretativ ausgeführt wird.
Der Sprachumfang ist an Extended Pascal orientiert, daß nahezu
vollständig implementiert ist. Darüberhinaus gibt es umfangreiche
Erweiterungen (z.B. Objekte mit Mehrfachvererbung, Prozesse), die in
dieser Form (wahrscheinlich) nur in Pascal++ verfügbar sind.
Pascal++ ist auf verschiedenen Systemplattformen (darunter DOS,
Windows, Solaris) lauffähig.
Anwendungen mit Komponenten aus mehreren Programmiersprachen sind auf
Grund der Arbeitsweise des Pascal++ Systems kaum realisierbar.
Andererseits erschließt die interpretative Arbeitsweise sonst nur
selten vorhandene Möglichkeiten für dynamische Operationen zur
Programmlaufzeit.
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Gnu Pascal
Auf Gnu C aufsetzendes System, dessen Entwicklung noch nicht völlig
abgeschlossen ist.
Der Sprachumfang ist an Extended Pascal orientiert, setzt die Sprache
jedoch (noch) nicht vollständig um. Gnu Pascal verfügt über
eine Reihe von Erweiterungen, die sich aus der Nähe der
Implementierung zu C ergeben.
Zudem können wahlweise einige aus Turbo Pascal und Pascal-XSC
stammende Spracherweiterungen verwendet werden.
Anwendungen mit Komponenten aus mehreren Programmiersprachen sind mit
Gnu Pascal gut realisierbar.
Gnu Pascal sollte überall dort einsetzbar sein, wo Gnu C
zur Verfügung steht.
Jedes der Pascal-Systeme ist auf bestimmte Aspekte hin "optimiert" worden:
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Turbo Pascal
Nutzerfreundliche Programmierumgebung für DOS
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Delphi
Nutzerfreundliche Programmierumgebung für Windows
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XL Pascal
System für professionelle Entwickler, Portabilität in Bezug auf
verschiedene Systemplattformen der IBM
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Pascal++
System für professionelle Entwickler mit besonderer Unterstützung
von Simulationsaufgaben, verfügbar auf verschiedenen Plattformen
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Gnu Pascal
Portables System zur unentgeltlichen Nutzung
In dem Material beschriebene Tests wurden ausgeführt mit
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Turbo Pascal, Version 7.0, auf einem PC unter DOS
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Delphi, Version 1.0, auf einem PC unter Windows
für einige Tests stand auch Delphi 2.0 zur Verfügung
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Pascal++, Version 1.12, auf einem PC unter DOS bzw. auf einer Sparc
Workstation unter Solaris
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Gnu Pascal, Version 1.2 - 2.7.2, auf einem PC unter DOS bzw. auf einer
Workstation vom Typ RS/6000 unter AIX 3.2.5
Tests wurden teilweise mit der Vorgängerversion durchgeführt
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XL Pascal auf einer Workstation vom Typ RS/6000 unter AIX 3.2.5
P. Böhme, 29.09.1996