Programmiersprache Pascal
Portabilität
Untersucht werden sollen Bedingungen, unter denen Programme, für die der
Quelltext und alle zur Übersetzung benötigten Hilfsdateien
verfügbar sind, auf einem anderen Rechner erfolgreich zum Einsatz
gebracht werden können:
Zu vermeiden sind Abhängigkeiten
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vom Dateisystem
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es wird keine spezielle Verzeichnisstruktur vorausgesetzt
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es werden keine speziellen Zugriffsrechte vorausgesetzt
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es werden Namen gewählt, die unter allen Bedingungen
zulässig sind
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von spezieller Hardware (Arithmetikprozessoren, Ein- und
Ausgabegeräte)
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vom verwendeten Zeichensatz
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von nationalen Einstellungen (Tastatur, Font, Formate für
Datum, Zeit, Währung, usw.)
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von speziellen Systemdiensten (des Betriebssystems)
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von Spracherweiterungen, die ein Compiler unterstützt
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von zusätzlichen Funktionen, die das Laufzeitsystem eines
Programmiersystems bereitstellt
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von speziellen Verfahrensweisen in Situationen, für die der
Sprachstandard unbestimmtes Verhalten zuläßt
Zum Erstellen portabler Pascal-Programme läßt sich generell
folgendes sagen:
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Bezogen auf intern ablaufende Verarbeitungsprozesse läßt sich
Portabilität weitgehend erreichen. Dies zwingt allerdings zum Verzicht
auf manche Datentypen und Unterprogramme (besonders im Hinblick auf die
Zeichenkettenverarbeitung).
Dies gilt auch für den Umgang mit der Standardein- und -ausgabe.
Allerdings muß auf Modularisierung verzichtet werden - und dies ist
schon bei mittelgroßen Projekten eine nicht zu akzeptierende
Forderung.
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Bezogen auf die Kommunikation mit der System-Umgebung (Dateiarbeit,
Zugriff auf Betriebssystemdienste, Terminalansteuerung) ist
Portabilität mit Pascal gegenwärtig kaum zu erreichen.
Für die verschiedenen Pascal-Sprachebenen bietet sich folgendes Bild:
- Standard Pascal
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Standard Pascal reicht aus für das Erstellen kleiner Programme, die
vorzugsweise Berechnungen ausführen und die nur die Standardein- und
-ausgabe für einfache Operationen benutzen.
- Extended Pascal
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Extended Pascal ist geeignet, um Programmierung "im Groß:en" zu
betreiben.
Mit Ausnahme systemnaher Aufgaben gibt es wenig Beschränkungen.
Es gibt jedoch bisher nur relativ wenige Pascal-Systeme, die auf
Extended Pascal basieren bzw. die den Sprachumfang vollständig
unterstützen.
- Firmen-Standards
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Einige große Firmen besitzen interne Standards, um die
Portabilität über die verschiedenen Rechner- und
Betriebssystemplattformen innerhalb der eigenen Produktpalette hinweg zu
sichern. Dies trifft beispielsweise auf die IBM zu: XL Pascal.
Beim Plattformwechsel innerhalb dieser Produktpalette (bzw. dazu
kompatibler Systeme) ist eine gute Portabilität zu erreichen.
Programmierung "im Großen" ist möglich, mit Ausnahme systemnaher
Aufgaben gibt es wenig Beschränkungen.
P. Böhme, 19.08.1996